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DER MORELO CHASSIS-UMBAU

TECHNIK, DIE TRÄGT


Worauf verlassen Sie sich, wenn Sie mit einem MORELO First Class Reisemobil unterwegs sind? Auf hohe Qualität, erprobten Komfort und durchdachte Details – vom Raumgefühl bis zur Ergonomie. Doch echte Souveränität beginnt an der Basis – mit dem Chassis.

Seit vielen Jahren entsteht der Unterbau jedes MORELO Reisemobils in enger Zusammenarbeit mit Fahrzeugbau MEIER – unserem Partner auf Augenhöhe. Der gelebte Leitgedanke „Auf uns bauen die Besten“ steht für die Sorgfalt und Präzision, die in jedes Fahrgestell einfließt.

Hier erfahren Sie, wie Demontage, Radstandsänderung, Elektrik & Sensorik, Homologation und Qualitätssicherung ineinandergreifen – und warum Ihr Fahrzeug auf einem technisch außergewöhnlich präzise vorbereiteten Chassis basiert. Das Ergebnis: ruhiges, stabiles Fahrverhalten, hohe Langlebigkeit und vollständige Dokumentation bis hin zum “Certificate of Conformity” (COC).

Begleiten Sie uns Schritt für Schritt durch den Prozess. Denn wer erstklassig reist, sollte wissen, worauf er sich verlässt.


Fahrzeugbau MEIER
Der Chassis-Spezialist für MORELO

In Altdorf bei Nürnberg (ca. 75 km von MORELO entfernt) bündelt Fahrzeugbau MEIER die komplette Chassis-Kompetenz – auf Basis von IVECO Daily, IVECO Eurocargo, IVECO S-Way sowie Mercedes-Benz Actros und Atego. Herzstück des Prozesses ist das fahrbereite Fahrgestell („Rolling Chassis“), das für den Umbau vorbereitet wird, bevor der Wohnraumaufbau durch MORELO erfolgt.

Was MEIER macht:

  • Demontage bis zum Rolling Chassis
  • Radstandsänderungen (verkürzen/verlängern) inkl. struktureller Verstärkungen
  • Podest-/Stirnwandumbau mit Versetzen der Fahrer- und Beifahrerpositon (weiter vorne/höher) für ebenflächigen Wohnraumboden, mehr Platz im Innenraum und bessere Sicht auf die Straße
  • Elektrik & Sensorik: Plug-and-Play-Schnittstellen, zentrale Steuer-/Sicherungsbox
  • Homologation & COC
  • Qualitätssicherung: geprüfte Schweißer, kalibrierte Werkzeuge, digitale Fahrzeugakten, Drehmoment-/Prüfprotokolle
  • Ab Werk integrierte Optionen: hydraulische Hubstützen, Luftfederung (auch aktiv), Standheizungen, Gastanks, Retarder (Telma), Kraftstofftanks, Aluminiumfelgen, Spurweitenlösungen
  • Eigene Entwicklungen für MORELO: breite Achse, Kraftstofftanks (gemeinsame Entwicklung)
  • Ergebnis: technisch präzise vorbereitetes Fahrgestell als Basis für Fahrstabilität, Langlebigkeit, Servicefreundlichkeit

Kurz gesagt: In Altdorf entsteht das technisch außergewöhnlich präzise vorbereitete Fahrgestell, auf dem MORELO in Fahrstabilität, Langlebigkeit und Servicefreundlichkeit aufbaut.

Neu und modern – eröffnet im Sommer 2025: Die neue Produktionshalle mit zentralem Lager und das angeschlossene Bürogebäude ermöglichen den Wechsel von Standort- zur Taktfertigung– als durchgängiger Lean-Shopfloor aus einem Guss. Der Standort ist nach KfW-40-Standard ausgelegt; Hackschnitzelheizung, Photovoltaik, Lackierkabine und Kompressoren mit Wärmerückgewinnung unterstreichen den Anspruch an Nachhaltigkeit – mit dem Ziel, bis 2045 CO₂-neutral zu produzieren. Moderne Arbeitsplätze und multimediale Schulungsräume sichern Know-how-Transfer und kontinuierliche Weiterbildung.


Startschuss:
Die Fahrzeugannahme

Bevor ein Fahrzeug demontiert wird, erfolgt eine dokumentierte Anlieferungsprüfung: Sichtkontrolle, Fotodokumentation und ein elektronischer Systemcheck über die Herstellerschnittstellen. So ist klar, mit welchem Zustand das Fahrgestell angeliefert wurde – hilfreich für Fehlersuche, Garantie und eine saubere Dokumentation. Je nach Logistikschritt werden Annahmeprotokolle sowohl bei MORELO als auch in Altdorf geführt.

Demontage
& Teilehandling

Damit aus einem LKW ein Reisemobil werden kann, wird das Fahrzeug zunächst auf „Level 0“ gesetzt: Alle relevanten Teile werden schadfrei ausgebaut und schutzverpackt, eindeutig gekennzeichnet und – bei kritischen Komponentenwie Steuergeräten, Kabelbäumen oder Bedieneinheiten – gesondert erfasst. Lose Teile wandern in definierte Boxen mit Checkliste, Foto und ggf. Seriennummern; alles ist im ERP und in der digitalen Fahrzeugakte hinterlegt. Anschließend erfolgt die just-in-time Lieferung an die jeweiligen Stationen – der Wiedereinbau gelingt ohne Suchen oder Improvisation.

Dokumentiert
& nachvollziehbar

Arbeitsanweisungen mit Bild-/Textleitfäden stehen digital am Arbeitsplatz bereit; relevante Schritte werden im ERP der Fahrzeugakte zugeordnet. Kritische Punkte erhalten Doppelhaken (Produktion/QS) und – wo vorgeschrieben – Unterschriftenlisten.

Vorbildliche
Lagerhaltung

Ein sauber sortiertes Hochregallager versorgt die Produktion zuverlässig – mit über 1.000.000 Teilen im Bestand. Alle Komponenten sind eindeutig gekennzeichnet und werden ERP-gestützt geführt; so bleiben Bestände, Chargen/Seriennummern und Mindestmengen transparent und jede Inventur wird zum Klacks.

  • Schnelle Verfügbarkeit: vorkommissionierte Kits
  • Nachverfolgbarkeit: Teileflüsse in der Fahrzeugakte
  • Stabile Taktung: just-in-time-Belieferung

Radstandsänderung &
Rahmenverstärkung

Störende Anbauteile werden vom Chassis entfernt, werkseitige Verbindungen (z. B. Nietpunkte) definiert gelöst und der Rahmen über Stützfüße unterbaut, damit die Geometrie beim Schnitt stabil bleibt. Der Nahtbereich wird freigeschliffen und für eine Doppel-V-Naht vorbereitet. Die Arbeiten erfolgen ausschließlich durch qualifiziertes Fachpersonal: Alle eingesetzten Schweißer verfügen über eine gültige Schweißerprüfung (z. B. TÜV/Dekra) und legen diese turnusmäßig erneut ab. Anschließend wird der Rahmen je nach Ziel verkürzt oder verlängert – bei Verlängerung mit passgenauem Einlegeprofil. Mit Schablonen, Spannvorrichtungen und Richtlatten wird der Rahmen exakt nivelliert, dann geheftet und in Zwangslage vollverschweißt (u. a. Überkopf-/Steignähte). Die Nähte werden fein verschliffen, stets mit Blick auf die Restwanddicke und saubere Übergänge. Im Bereich der Änderung folgt die Verstärkung nach Herstellervorgaben (z. B. Winkelprofile). Bohrbilder, Abstände und Mindestabstände zur Schweißnaht entsprechen exakt den Spezifikationen von IVECO bzw. Mercedes-Benz; alle Verschraubungen werden mit definiertem Drehmoment angezogen und dokumentiert. Die dafür eingesetzten Drehmomentschlüssel und Schrauber werden gemäß Prüfintervall regelmäßig geprüft und kalibriert, damit die Werte zuverlässig stimmen.

Geometrie- &
Qualitätsprüfung

Abschließend prüfen Teamleitung und QS im Vier-Augen-Prinzip:

  • Schweißnahtbild und Restwanddicke
  • Rahmengeometrie (Geradlauf/Versatz)
  • vollständige Drehmoment- und Prüfdokumentation
    Auffälligkeiten werden nicht „korrigiert“, sondern neu ausgeführt. Qualität hat Vorrang vor Takt.

Spezielle Einbauten (z. B. Telma/Retarder) werden in die Querträger-/Abstandslogik der Hersteller integriert. Der bearbeitete Bereich erhält zum Abschluss einen gezielten Korrosionsschutz (inkl. Hohlraum-/Kriechwachsen), um Langlebigkeit und Wertstabilität zu sichern.

Hilfsrahmen,
Ausleger & Heckabsenkung

Bevor Optionen ins Spiel kommen, erhält der Aufbau seine tragende Basis: Je nach Baureihe ergänzen Hilfsrahmen und seitliche Ausleger den Serienrahmen. Sie stützen die Bodenfläche über die gesamte Fahrzeugbreite, binden Doppelboden und Modulmöbel ein und verteilen Kräfte aus Fahrbetrieb, Stützenbetrieb und Zuladung. Positionierung, Verschraubung (Bohrbilder/Abstände) und Korrosionsschutz erfolgen nach Herstellervorgaben; alle Arbeitsschritte sind dokumentiert.

Heckabsenkung
Für Garagen und Trägerlösungen wird das Heck (fahrzeug- und modellabhängig) nach unten versetzt. Das senkt die Ladehöhe und schafft definierte Anbindungspunkte für Fahrrad-, Motorrad- oder PKW-Aufnahme, ohne die Fahrdynamik aus dem Blick zu verlieren.


Zusatzprodukte & Optionen
ab Werk bei MEIER integriert

Viele Optionen aus der > MORELO Preisliste mit Bezug zum Chassis werden bereits bei Fahrzeugbau MEIER in Altdorf umgesetzt – bevor das Fahrgestell nach Schlüsselfeld geht. So sind Luftfederungen, Tanks, Spurweitenlösungen, Felgen und elektrische Schnittstellen von Anfang an sauber integriert.

Warum das sinnvoll ist? Zugänglichkeit & Effizienz: Viele Schnittstellen liegen später „unter dem Aufbau“ – was jetzt sauber eingebunden ist, muss nicht mühsam freigelegt werden. Alles aus einer Hand: Mechanik, Elektrik/Sensorik, Dokumentation und Prüfprotokolle greifen zusammen – ein Verantwortlicher, ein Prozess. Nahtlose Übergabe an MORELO: Das Fahrgestell trifft aufbaufertig in Schlüsselfeld ein, die Aufbauarbeiten starten sofort – mehr Plug-and-Play, weniger Suchen-und-Fluchen.

Aufwertung:
Aluminiumfelgen

Die Aluminiumfelgen von Fahrzeugbau MEIER sind die stimmige Ergänzung für Ihren MORELO: mehr Tragreserve (bis 1.500 kg pro Rad), ein aufgeräumtes, wertiges Erscheinungsbild und unkomplizierte Pflege im Alltag. Die wintertaugliche Beschichtung trotzt Regen, Schnee und Salz; die Oberfläche lässt sich schnell reinigen. Fahrzeugbau MEIER ist hierbei der größte Anbieter der gesamten Branche.

Reichweite
& Fahrkomfort

  • Luftfederung: HA oder VA+HA; Active Air für adaptive Dämpfung
  • Kraftstofftanks mit mehr Volumen: integriert & dokumentiert
  • Auflastungen: abgestimmte Pakete (z. B. 5,2 t → 5,99 t)

Zusatzbremse
& Spurweite

  • Breite Vorderachse (IVECO Daily 60–70C): mehr Spurbreite, stabileres Fahrgefühl, attraktivere Optik
  • Anhängerkupplungen: fahrzeugspezifisch ausgelegt, dokumentiert
  • Telma-Wirbelstrombremse: ab Werk (IVECO) oder Integration bei MEIER inkl. Einbindung in die Herstellerlogik

Hydraulische
Hubstützen

Nivellieren auf Knopfdruck. Die als Zubehör erhältlichen hydraulischen Hubstützen fahren vier Zylinder per Tastendruck aus, nivellieren Ihr Reisemobil automatisch und fixieren es stabil – auch auf unebenem Untergrund. Das schont bei längeren Standzeiten die Bereifung und sorgt für spürbar mehr Ruhe im Aufbau, besonders nachts.

  • Auto-Nivellierung & stabile Parkposition
  • Bei Luftfederung: Stabilisierung in tiefstmöglicher Position
  • Neigefunktion z. B. zum Entleeren der Tanks

Elektrik & Sensorik
Schnittstellen zum Chassis

Die elektrischen Anbindungen entstehen früh im Prozess, damit der spätere Aufbau definiert versorgt wird – ohne die Fahrzeugelektrik unnötig zu verändern. Wo immer möglich wird mit Steckerlösungen (Plug-and-Play) gearbeitet, statt Leitungen aufzutrennen oder zu verlängern. So bleiben Originalkabelbäume intakt und die Montage in der Linie reproduzierbar.

Herstellerkonform
& geschützt

Vorgaben von IVECO und Mercedes-Benz haben Priorität: Spezifische Dioden und Widerstände verhindern Fehlsignale in der Bordelektronik; Massepunkte werden nach Herstellerspezifikation ausgeführt. Technische Grenzen (z. B. zulässige Kabellängen) werden eingehalten.

Multiliner-Box
als Zentrale

Für die Versorgung des Aufbaus werden die Schnittstellen in einer zentralen Steuer- und Sicherungsbox – der Multiliner-Box – gebündelt. Sie wurde speziell für MORELO gemeinsam mit Fahrzeugbau MEIER entwickelt und fasst Sicherungen, Relais sowie wichtige Signale wie Blinker, Bremsen oder Drehzahl zentral zusammen. Ergänzend kommt ein vorkonfektionierter Kabelsatz zum Einsatz, der bewährte Funktionen in einer strukturierten Einheit vereint – wartungsfreundlich und erweiterbar.

Die Multiliner-Box übernimmt zugleich zentrale Komfort- und Sicherheitsfunktionen. So wird beispielsweise überwacht, ob die Einstiegstrittstufe bei Motorstart noch ausgefahren ist – in diesem Fall erfolgt ein Warnhinweis oder sie fährt automatisch ein, sobald die Tür geschlossen wird. Cool, oder?

Diese Arbeiten übernehmen geschulte Elektrik-/Elektronik-Fachkräfte, die in Stromkreisen denken – nicht in Kabelfarben. Mit Blick auf Signalwege, Masseführung und EMV (elektromagnetische Verträglichkeit) zählt am Ende nicht der „Klick“ des Steckers, sondern die Logik dahinter. So entstehen definierte Schnittstellen, klare Absicherung und eine Aufbau-Elektrik, die sich nahtlos in das Chassis integriert.

Transparenz
durch QS

Standardisierte Abläufe, klare Zuständigkeiten und fest definierte Prüftiefen sichern konstant hohe Qualität und senken Fehlerquoten messbar. Die QS schafft Transparenz im Shopfloor-Management: Checklisten mit Doppel-Freigabe (Produktion und QS), Unterschriftenlisten und das Vier-Augen-Prinzip sichern jeden sicherheitsrelevanten Schritt ab; Abnahmefotos dokumentieren definierte Ansichten. Lean-Standards und KPIs (z. B. First-Pass-Yield, Nacharbeitsquote) machen Abweichungen früh sichtbar und steuerbar. Alle Nachweise werden in der digitalen Fahrzeugakte gebündelt – nachvollziehbar und auditierbar vom ersten Handgriff bis zum fahrbereit vorbereiteten Fahrgestell.

Podest & Chassis
„Hochzeit“

Nach der Verkabelung folgt die „Hochzeit“ von Armaturenbrett und Chassis: Alle Leitungen, Stecker und Durchführungen sind vorbereitet, beschriftet und griffbereit; Auflageflächen und Gewinde werden gereinigt. Das vormontierte Armaturenbrett wird anschließend per Kran exakt ausgerichtet und kontrolliert auf die Stirnwand abgelassen, sodass nichts verkantet oder eingeklemmt wird. Mechanisch wird der Träger mit den vorgegebenen Drehmomenten verschraubt, elektrisch verbinden codierte Plug-and-Play-Stecker Bordnetz, Steuergeräte und Sensorik wieder mit dem Chassis; Dichtungen und Kabeldurchführungen schließen sauber ab. Im Anschluss prüft die Mannschaft alle Funktionen im Verbund: Zündung, Signalwege, Lenkstock- und Bedienelemente, Beleuchtung sowie Brems-/Blinksignale; ein Diagnoselauf mit Fehlerspeicher-Scan bestätigt den Systemzustand.

Korrosionsschutz
& Versiegelung

Nach strukturellen Arbeiten erhält der Rahmen einen gezielten Korrosionsschutz. Die bearbeiteten Bereiche werden versiegelt; Übergänge, Schraubpunkte und Schnittkanten werden nachbehandelt, damit Feuchtigkeit und Salz keine Angriffsfläche finden. Je nach Chassis kommen Kriechwachse für überlappende Zonen und Hohlraumwachse für innenliegende Profile zum Einsatz (z. B. bei Hohlprofilrahmen). Gastanks werden rundum versiegelt – eine Voraussetzung für den Einsatz auf der Straße. Ziel ist eine dauerhafte Basis für den Aufbau: weniger Korrosionsrisiko, höhere Werthaltigkeit und stabile Optik auch nach vielen Wintern. Ergänzend erhält das Fahrzeug bei MORELO optional eine eigene Unterbodenversiegelung, die zusätzlich gegen Steinschlag und Spritzwasser schützt – für ein rundes Schutzpaket von innen nach außen.


Homologation & COC
transparent und standardisiert

Homologation bedeutet wörtlich „Übereinstimmung“: Der Hersteller bestätigt, dass der ausgelieferte Bauzustand exakt den vom KBA genehmigten Unterlagen entspricht.

Bei MORELO basiert dies auf den vorhandenen Typgenehmigungen Stufe 1 der Basisfahrzeughersteller (IVECO, Mercedes-Benz) und – je nach Projekt – auf Genehmigungen des Chassis-Herstellers (Stufe 1 oder 2). Daraus entsteht ein fahrzeugbezogener Beschreibungsbogen, der den finalen Bauzustand des Reisemobils (inkl. modifiziertem Chassis) präzise festhält: Motor-/Getriebevarianten, mögliche Radstände, Rad-Reifen-Kombinationen, erlaubte Spurweiten, genehmigte Anhängesysteme, elektrische Komponenten und Schnittstellen u. a. Änderungen der Basisfahrzeuge werden laufend geprüft und übernommen – so bleibt die Dokumentation aktuell.

Für alle homologationsrelevanten Anbauteile liegen Prüf-/Laborberichte anerkannter technischer Dienste (z. B. TÜV, DEKRA) vor; sie sind dem Beschreibungsbogen zugeordnet. Nach Prüfung erteilt das KBA die Typgenehmigung (mit Prüfzeichen, aufgeschlüsselt nach Typ/Variante/Version). Auf dieser Grundlage wird für jedes Fahrzeug das CoC (Certificate of Conformity) ausgestellt – Voraussetzung für eine reibungslose Zulassung und eine durchgängige, nachvollziehbare Fahrzeugdokumentation.

Distanzscheiben & Radverschraubung
Auslegung, Prüfprogramm, Nachweis

Die werkseitig montierten Distanzscheiben bestehen aus hochfester Aluminiumlegierung (z. B. EN AW-7075 / AlZn5,5MgCu) – gewählt für Festigkeit, Zähigkeit und Ermüdungsbeständigkeit im Nutzfahrzeugbetrieb. Scheiben, Stehbolzen und Radmuttern sind als System auf die im Betrieb auftretenden Radlasten und die spezifizierten Anzugsmomente ausgelegt und aufeinander abgestimmt.

Die Eignung wird durch ein Prüfprogramm anerkannter technischer Dienste (z. B. TÜV/DEKRA) nachgewiesen:

  • Umlaufbiegeprüfung – simuliert die ungünstigen Seitenkräfte in Kurvenfahrt; die Distanzscheibe wird im montierten Zustand unter umlaufendem Biegemoment auf Dauerfestigkeit geprüft.
  • Abrollprüfung mit Schräglauf – bewertet das Verhalten unter kombinierter Radlast/Unwucht gemäß einschlägigen Anforderungen.
  • Festsitz-, Härte- und Festigkeitsprüfungen der Verbindungselemente – sichern Klemmlänge und Vorspannung ab.

Alle Ergebnisse sind mit Berichtsnummern dokumentiert und dem Beschreibungsbogen des Fahrzeugs zugeordnet.

Für die Montagekontrolle werden sicherheitsrelevante Schraubverbindungen markiert; Sitz und Stellung bleiben bis zur finalen Abnahme sichtbar, sodass jede gelöste Schraube sofort erkennbar wäre. Die eingesetzten Drehmomentschlüssel und Schrauber werden regelmäßig geprüft, kalibriert und zertifiziert; die Nachweise sind hinterlegt.

Beschreibungsbogen
COC & Praxiserfahrung

Die möglichen Spurweiten eines Fahrzeugs sind in der Typgenehmigung festgelegt (z. B. IVECO Daily – MEIER Stufe 2). Die Verbreiterung per Distanzscheiben ist tausendfach im Einsatz und langzeiterprobt; Fertigung und Montage folgen hohen Qualitätsstandards mit dokumentierter Prüf- und Prozessüberwachung. Alle relevanten Prüfberichte, Varianten und Drehmomentspezifikationen sind eindeutig zugeordnet und Teil der durchgängigen Dokumentationskette (Beschreibungsbogen/Fahrzeugakte).

Ihr Mehrwert: eine technisch geprüfte, typgenehmigungskonforme Spurweitenlösung mit transparenter Dokumentation – für stimmige Optik und ausgewogenes Fahrverhalten.


Qualitätssicherung
& Dokumentation

Am Bandende führt die Qualitätssicherung alle Fäden zusammen. Für jedes Fahrgestell gibt es eine abschließende, strukturierte Abnahme über alle relevanten Bereiche – u. a. Radstand/Verstärkungen, Podest/Anbindungen, Elektrik & Sensorik sowie Achs-/Radkomponenten. Jede Position wird mit i. O. / nicht i. O. / nicht bestellt bewertet, Abweichungen werden mit Ursache und Behebung dokumentiert.

Doppelte Sicherheit: Sicherheitskritische Schritte erhalten Doppelhaken (Produktion & QS) und – wo vorgesehen – Unterschriftenlisten. Fehlt eine Bestätigung, wird der Schritt neu ausgelöst und erneut geprüft. Markierungen an definierten Punkten erleichtern die Nachverfolgung am Fahrzeug.

Digitale
Fahrzeugakte

Alle Protokolle, Checklisten und Nachweise fließen in die digitale Fahrzeugakte (ERP/DMS):

  • Abnahmefotos nach festgelegten Ansichten
  • Seriennummern relevanter Komponenten (z. B. Kupplungskopf)
  • Systemprotokolle (z. B. Programmierung Luftfederung)
  • Klimanachweise (Absaugen, Dichtheit, Befüllung)

Vollständigkeit
für die Zulassung

Zum Abschluss prüft die QS die Vollständigkeit der Unterlagen – vom Beschreibungsbogen-Bezug bis zu den prüfungsrelevanten Dokumenten. Ziel: ein nachvollziehbar dokumentiertes Fahrgestell, das technisch und formal sauber auf den nächsten Prozessschritt vorbereitet ist. Nach der Abnahme in Altdorf wird das fertig umgebaute Fahrgestell zu MORELO nach Schlüsselfeld überführt.

Anlieferung, Übergabe
& Wohnraumaufbau

Nach dem Chassis-Umbau bei Fahrzeugbau MEIER erfolgt die Anlieferung in Schlüsselfeld und die formale Übernahme in die MORELO-Fertigung. Reifengrößen, Spurweite/Distanzscheiben und Tankkonfiguration werden mit der kundenspezifischen Bestellung abgeglichen. Anschließend durchläuft das Fahrgestell die Produktionsstraße: Aufbau des Doppelbodens, Modulmontage der Möbel und Fertigstellung des Wohnraums.

Sie haben Lust, den Prozess live zu erleben? Dann nehmen Sie an einer kostenlosen MORELO Werksführung in Schlüsselfeld teil und erleben Sie direkt in der Produktionsstraße, wie aus einem nackten Fahrgestell ein First Class Reisemobil entsteht.

> Termine und Anmeldung

Finale Kalibrierung
& Testfahrt

Nach der Produktion folgen die technischen Prüf- und Einstellarbeiten – ausgeführt ausschließlich durch geschultes Fachpersonal. Auf der Grube: Reifendruck, Dichtheit, Befestigungen und Freigängigkeit der Räder in den Radkästen; sicherheitsrelevante Schraubverbindungen sind weiterhin markiert, sodass Sitz und Stellung bis zur finalen Kontrolle sichtbar bleiben. Parallel setzt die Herstellerdiagnose ein elektronisches Ausgangsprofil (Fehlerspeicher, Live-Daten, Initialisierungen). Darauf aufbauend: fahrzeugindividuelle Achsvermessung (Spur/Sturz/Nachlauf) nach realem Aufbaugewicht, Kalibrierung der Fahrerassistenzsysteme (z. B. Frontkamera/Abstandsradar) sowie Grundeinstellung von Luftfederung und Hubstützen – inklusive definierter Neigefunktion zum komfortablen Entleeren von Tanks. Ein Straßentest von rund 30 km prüft Geradeauslauf, Lenkpräzision, Bremsverhalten (ABS/ESP), Geräusch-/Vibrationsverhalten und das Zusammenspiel aller Systeme.

Dokumentation
& Freigabe

Vor der Freigabe werden Betriebsstoffe befüllt/überprüft und die Beleuchtung auf den tatsächlichen Aufbauzustand eingestellt. Jedes Fahrzeug wird verwogen; Vermessungs-, Kalibrier- und Funktionsprotokolle sowie Abnahmefotosfließen in die digitale Fahrzeugakte. Die Auslieferungsfreigabe erfolgt ausschließlich bei vollständig erfüllten Prüfpunkten; Abweichungen werden umgehend nachgearbeitet und erneut verifiziert. So verlässt jedes MORELO First Class Reisemobil das Werk in einwandfreiem Zustand – mit präzisen Fahreigenschaften, ruhigem Aufbau, geprüfter Sicherheit und vollständiger Nachvollziehbarkeit für Service und Werterhalt.

Eine Zusammenarbeit,
die echten Mehrwert schafft

Erfahrungen aus Service und Betrieb bei Caravantechnik MEIER in Burghaslach (nur ca. 3 km von MORELO entfernt) werden systematisch ausgewertet und laufend in alle Prozesse zurückgespielt – in Konstruktion, Qualitätssicherung, Arbeitsanweisungen, Schulungen und Softwarestände. So entsteht ein Kreislauf des stetigen Besserwerdens: Details werden verfeinert, Standards angehoben, Lösungen langlebiger.

MEIER bietet für MORELO also die beste Basis, um das Markenversprechen „WILLKOMMEN DAHEIM” wahr werden zu lassen.